Biographie
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1992, Leiberg, ein 2000-Einwohner-Dorf in der Nähe von Paderborn,
Mauritius-Gymnasium: im Rahmen eines wunderbaren Schulfestes fand ich mich im
zarten Alter von zwölf Jahren plötzlich auf der Bühne wieder. Als
Mariah-Carey-Double. Meine Klasse veranstaltete eine "Mini Playback Show", ich
hatte mir Mariahs Song "Emotions" ausgesucht.
Manager statt Mathelehrer:
Ich gebe zu: Schon damals genoss ich es, im Rampenlicht zu stehen und das
Publikum zu unterhalten. Nach dem Auftritt brüllte mein Mathelehrer (Mathe
gehörte nicht gerade zu meinen Lieblingsfächern!) durch die gesamte Aula: "Frau
Brauckmeyer, ihre Tochter braucht keine Schule, sie braucht einen Manager!"
Meine Mutter wurde feuerrot. Mein Musiklehrer legte nach, lobte mich ebenfalls
und fragte, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Schulkonzert aufzutreten. Klar
wollte ich. Ich weiß heute noch wie nervös ich vor diesem Abend war - immerhin
waren fünfhundert Gäste zu dem Konzert geladen. Erneut imitierte ich Mariahs "Emotions".
Anscheinend erfolgreich. Denn ein Schüler der Schule, der als
Michael-Jackson-Double auftrat, fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihm
gemeinsam aufzutreten.
Erst kellnern, dann singen:
Wir wurden über eine Künstleragentur gebucht und so tourte ich dann fünf Jahre
(bis 17) als Mariah-Carey-Double an den Wochenenden durch ganz Deutschland.
Außerdem fing ich an, eigene Songs zu schreiben und zu trällern - sehr zum
Leidwesen meiner Familie. Meinen Nonstop-Gesang konnten auch sie kaum ertragen.
Zu der Zeit leistete ich mir erste Gesangsstunden. Meine Eltern konnten mir den
Unterricht nicht bezahlen, also ging ich arbeiten. Drei Stunden kellnern für
eine Stunde professionelles Stimmtraining - das war als 15 Jährige nicht immer
einfach.
Aus schief mach schön:
Damals wurde mir klar, dass ich Sängerin werden wollte - und wenn ich mir etwas
in den Kopf gesetzt habe, dann lege ich einen Ehrgeiz an den Tag, der durch
nichts zu bremsen ist. Meine Devise: Ganz oder gar nicht! Das bekam sogar mein
Zahnarzt zu spüren: Meine Schneidezähne hatten leichte Schieflage, er wollte mir
aber partout keine Klammer verschreiben. Eine Sängerin braucht aber schöne
Zähne! Also quengelte ich so lange, bis er nachgab und mir meine Zahnspange
verpasste. Ich war die glücklichste 14 Jährige Zahnspangen-Trägerin der Welt.
Meine erste Band:
Als meine Mariah-Zeit dann vorbei war, gründete ich mit drei Freundinnen, die
mich vorher schon bei meinen Auftritten tänzerisch unterstützt hatten, die
Gruppe TNO. Anfangs tanzten wir nur bei unseren Gigs, dann fingen wir an, unsere
eigenen Songs zu performen. Wir schlossen uns einem Hip-Hop Veranstalter an, der
Jams organisierte und sammelten so eine Menge Live-Erfahrung: Zwischen 1998 und
1999 traten wir u.a. als Support Act der Absoluten Beginner, RAG und Main
Concept auf.
Mein erster Plattenvertrag:
1999 zog ich dann nach Berlin und bekam dort meinen ersten Plattenvertrag mit
der Gruppe Solid und hatte meine erste Single-Veröffentlichung "Love is more
than a word". Alles ging Schlag auf Schlag, wir drehten ein Video, waren bei NBC
GIGA, Chart-Attack und dem Disney Channel zu Gast und traten bei der POPkomm in
Köln auf.
Mein erster Flop:
Damals dachte ich: Jetzt hast du's geschafft! Reichlich naiv - denn natürlich
kam alles ganz anders. Die Single floppte und die Plattenfirma droppte uns. Ich
war am Boden zerstört und konnte es nicht fassen, dass mein jahrelanger Traum
wie eine Seifenblase zerplatzt war. Diese Erfahrung war wirklich ein herber
Schlag ins Gesicht, also entschloss ich mich, etwas Solides zu lernen und begann
2000 mit einer Ausbildung zur Werbekauffrau. Aber schon nach ein paar Wochen als
Azubi bemerkte ich, dass mir etwas in meinem Leben fehlte: Die Musik - ich
konnte nicht alles hinschmeißen, was ich mir jahrelang erkämpft hatte.
Und noch mal alles auf Anfang:
Daher probierte ich etwas völlig neues aus und fing an, deutsche Songs zu
schreiben und sofort blühte in mir wieder dieser unermüdliche Ehrgeiz auf, mich
nicht hängen zu lassen und weiter an mir zu arbeiten. Darüber hinaus nahm ich,
nach fast einem Jahr Pause, wieder Gesangsunterricht. Und auch mein
Gesangslehrer Sami Kustaloglue hat einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich
mich aus meinem tiefen Loch befreit habe. Ich beendete brav meine Ausbildung
2002 und wollte eigentlich gerade Demos aufnehmen als DSDS meinen Weg kreuzte.
Dies war eine absolute neue Erfahrung für mich, denn ich hatte noch nie zuvor an
einem Casting teilgenommen.
Der Kampf geht weiter:
Ich konnte es eigentlich gar nicht fassen, dass ich plötzlich unter den letzten
Zehn aus Zehntausend war. Auch wenn ich als erste ausgeschieden bin, so bin ich
stolz, dass ich es überhaupt so weit geschafft habe. Meine Erfahrungen aus der
Vergangenheit haben mich stark gemacht und ich weiß, dass dies nicht der Anfang
vom Ende sein muss: Ich werde weiterkämpfen und alles dafür tun, meinen Traum zu
verwirklichen: "If people try to discourage you, believe in yourself and make it
happen!"
Rückblick 2005
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2005 war ich natürlich hauptsächlich mit meiner Schwangerschaft beschäftigt. Das
war super spannend und aufregend zugleich, weil ich ja überhaupt nicht wusste
was da so auf mich zukommt.
Darüber hinaus zogen ich und mein Freund Nino nach 7 Jahren von Berlin nach
Frankfurt/ Main.
Hauptsächlich aus beruflichen Gründen meines Freundes, der wie die meisten von
euch wissen, Profibasketballer ist.
Das war ein immens großer Schritt für uns beiden, der Hauptstadt nach 7 Jahren
den Rücken zu kehren, war für uns beide anfangs unvorstellbar.
Mittlerweile haben wir uns aber in Frankfurt ganz gut eingelebt und alle paar
Monate besuchen wir unsere Freunde in unserer alten Heimat.
Dennoch war ich trotz dieser großen Veränderungen in meinem Leben musikalisch
nicht ganz untätig, zusammen mit Nino und den Jungs von dem Label Rec.on
produzierten wir im Herbst 2005 den Song „Sky is the Limit“ in Kooperation mit
der Deutschen Bank. Dieser wurde dann am 26. Dezember 2005 veröffentlicht.
Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits schon ziemlich ziemlich schwanger war, hatte
ich nicht mehr wirklich Luft für nächtelange Studiosessions , also beschränkte
ich mich zu diesem Zeitpunkt eher auf das Schreiben von neuen Songs für eine
geplante Compilation......
Und schwupp war dieses Jahr auch schon wieder vorbei und 2006 kündigte sich an.
Rückblick 2006
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Immer noch schwanger kugelte ich mich in dieses neue Jahr und überlegte die
ganze Zeit, ob ich meine Füße je wieder zu sehen bekommen würde.
Mein Bauch war mittlerweile so groß und rund, dass ich nur noch so durch die
Gegend watschelte wie eine Ente ca. 1 km/h schnell.
Aber am 06. Februar 2006 war es dann endlich soweit unser Sohn Jaden Romeo wurde
geboren.
Dieser kleine Schatz bereichert nun unser Leben jeden Tag aufs Neue und ist das
Beste was uns je passiert ist.
Nach einer kurzen Verschnaufpause von ca. 3 Monaten, stürzte ich mich aber
direkt wieder ins Geschehen(länger kann ich auch gar nicht stillsitzen;)
Ins Zusammenarbeit mit Rec.On fingen wir mit den musikalischen und medialen
Vorbereitungen für die Slam Dunk Compilation an, eine Art Hip Hop meets
Basketballsampler.
U.a. konnten wir namenhafte Künstler wie z.B. Sido, Fler, Rapsoul und Seed für
dieses Projekt gewinnen.
Die Compilation erschien dann im August 2006.
Begleitend zu der CD Veröffentlichung veranstalteten wir ein Musik- und
Basketballworkshop an einer Frankfurter Schule mit hoher Gewaltbereitschaft.
Das Ziel dieses Projekttages sollte sein, den Jugendlichen zu veranschaulichen,
dass sie ihre Aggressionen auch positiv umsetzten können durch Musik und Sport.
Neben Nino, mir und Phreaky Flave, konnten wir auch die Jungs von Rapsoul für
diesen außergewöhnlichen Tag gewinnen.
Dieser war auch dann ein voller Erfolg mit vielen positiven Eindrücken für uns
alle.
Im September 2006 waren dann mal wieder ein paar Studiosessions angesagt, jedoch
nicht für mein eigenes Album sondern für Feature Tracks für den Künstler Abdel
Rodriguez.
Sein Album wird 2007 erscheinen und ihr dürft gespannt sein, dieses Album hat es
wirklich in sich.
Seit Dezember 2006 arbeite ich aber nun endlich wieder an eigenen Songs und
Songs für Ninos Album .
Wir werden sehen was da Jahr 2007 so für uns bereit hält, ich hoffe ihr seid mit
von der Partie und freue mich auf Euch.
Alles Liebe Stephxxx